Im einzigen Freitagsspiel der 2. Landesliga – powered by planetwin 365.at – empfing der Tabellenführer den Tabellenletzten. Die Rollen in dieser Begegnung waren somit klar vergeben. Der FC Karabakh tat sich allerdings sehr schwer und die junge Sportklub Elf kämpfte beherzt und mit viel Einsatz. Lange Zeit konnte ein 0:0 gehalten werden, doch schließlich waren die Heimischen in der zweiten Halbzeit noch dazu in der Lage zwei Tore zu erzielen und somit die wichtigen drei Punkte im Titelkampf einzufahren. Somit ist der SV Donau am Sonntag jetzt unter Zugzwang und man wird sehen wie sich die Jusic Elf sich präsentieren wird.

Den Heimischen fehlt eindeutig der Biss
Von Beginn an standen sich zwei Mannschaften gegenüber, die beide zwei komplett verschieden taktische Ausrichtungen verfolgten. Die Heimischen wollten das Spiel natürlich über ihre starke Offensive entscheiden und die Gäste verteidigten sehr tief und versuchten eng am Mann zu stehen und den gefährlichen Stürmern des FC Karabakh kaum Platz zu lassen. Die defensive Taktik schien vorerst auch voll aufzugehen, denn die Gastgaber schafften es bis zum Pausenpfiff nicht wirklich gefährlich zu werden. Sie hatten zwar den überwiegenden Ballbesitz, aber die Hintermannschaft der Gäste ließ kaum etwas zu. So ging es auch völlig verdient mit einem 0:0 in die Pause.

Die Standards retten den FC Karabakh
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Heimischen das Spiel druckvoller und schneller zu gestalten. Scheinbar hatten sie eingesehen, dass eine Leistung wie in den ersten 45 Minuten nicht ausreichen würde. Doch spielerisch wollte es an diesem Tag nicht so richtig klappen. Doch wofür gibt es Standardsituationen? Nach einem Eckstoß brachten die Gäste den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone und schließlich bekam ihn Ali Cetiner vor die Füße und hatte keine Mühe die Kugel über die Linie zu drücken. Wer allerdings glaubte, dass das Spiel nun entschieden war, der irrte gewaltig. Die Slunecko Elf schaffte es weiterhin nicht wirklichen Druck aufzubauen. Viel mehr wurden die Gäste durch schnelle Konterstöße teilweise gefährlich, aber zu einer klaren Ausgleichschance reichte es eigentlich nie. So plätscherte das Match mit einem recht niedrigen Unterhaltungsfaktor dahin. Kurz vor dem Schlusspfiff konnten die Heimischen doch noch einen Freistoß in ein Tor verwandeln (85. Milan Sapardic) und siegten somit schließlich völlig ungefährdet 2:0.

Hans Slunecko (Trainer FC Karabakh)

“Wenn nicht alle Spieler zu 100% bei der Sache sind, dann wird es auch gegen den Tabellenletzten enorm schwer. Das war keine gute Leistung von uns heute, daher heist es dies schnell zu vergessen und lediglich die drei Punkte mitzunehmen. Nächste Woche werden wir uns wieder vollkommen anders präsentieren.”

Christian Pürer (Trainer WSK 1b)

“Wir haben uns hier heute nichts erwartet und dementsprechend befreit aufgespielt. Die taktischen Vorgaben wurden gut umgesetzt und wir haben den Gegner heute sehr geärgert. Auch wenn es zu keinem Punkt gereicht hat, so bin ich mit der Leistung von heute doch recht zufrieden.”

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